Volksschule Leitendorf soll Bildungszentrum Fröbelgasse werden

Die Stadt Leoben nimmt für ein weiteres Leuchtturmprojekt im Bereich Bildung 16 Millionen Euro in die Hand – ein entsprechender Antrag steht in der kommenden Gemeinderatssitzung am Programm.

Leoben, 07.12.2021

Volksschule Leoben-Leitendorf; Bild: BüKo

Bestmögliche schulische Rahmenbedingungen schaffen

Um allen Pflichtschulkindern in Leoben den Besuch eines modernen Bildungszentrums, das sämtlichen pädagogischen Anforderungen entspricht, zu ermöglichen, werden seit geraumer Zeit Schulen auf weniger Standorte im Stadtgebiet konzentriert. So wurden die Bildungszentren Pestalozzi und Innenstadt mit einer Investition von 31 Millionen Euro erfolgreich umgesetzt. Bürgermeister Kurt Wallner erläutert: „Bildung ist der Grundstein für ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben. Es ist mir daher ein großes Anliegen, bestmögliche schulische Rahmenbedingungen für unseren Nachwuchs zu schaffen.“

Deutlich verringerte Schülerzahlen

Mit aktuell fünf Volksschul-Standorten – die räumlich immer noch Platz für fast 2.500 Kinder bieten – entspricht die schulische Infrastruktur in Leoben den Schülerzahlen der 1950er Jahre. Nachdem die Stadt im Zeitraum 1970 bis 2000 rund ein Drittel seiner Bevölkerung einbüßte und sich auch der Geburtenrückgang deutlich bemerkbar macht, schrumpfte die Zahl der Volksschüler:innen auf rund 700 im Jahr 2020. In den Stadtteilen Leitendorf und Göß reduzierte sich die Anzahl der Volksschüler:innen von rund 600 auf 226.

Standort Leitendorf in baulich besserem Zustand

Eine Analyse der beiden Schulgebäude, die zusammen Platz für 800 Kinder bieten, hat ergeben, dass die Sanierungs- und Umbaukosten für den Standort in der Fröbelgasse mit rund 16 Millionen Euro, jene in Göß mit 19 Millionen Euro zu Buche schlagen würden. Die Volksschule Leitendorf befindet sich zudem baulich in einem deutlich besseren Zustand und bietet genug Platz, um der erweiterten Nachfrage nach schulischer Ganztagesbetreuung sowie einem erweiterten Bewegungsangebot zu entsprechen.

Räumliche Ressourcen voll ausschöpfen

Durch die Zusammenlegung der beiden Standorte können die räumlichen Ressourcen, die aktuell weitgehend brachliegen, voll ausgeschöpft werden. „Beide Standorte um 35 Mio. Euro – ohne unvorhersehbare Kostenüberschreitungen – zu sanieren und mit den aktuellen Schülerzahlen, die sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern werden, weiter zu betreiben, ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll“, so Wallner.

Während der Umbauphase ab dem Schuljahr 2024/25 wird das Schulgebäude in Göß von beiden Schulen gemeinsam genutzt. Mit dem Schuljahr 2026/27 soll das dritte moderne Bildungszentrum in der Fröbelgasse in Leoben-Leitendorf in Betrieb gehen.

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