Öffentliche Ringvorlesung: TripleN-Talk

Do., 21.05.2026 In Kalender eintragen

17:00

online, 8700 Leoben

Bild: Montanuniversität Leoben

TripleN-Talk – Die öffentliche Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit der Montanuniversität Leoben

In dieser öffentlichen Ringvorlesung werden Forschungsarbeiten und Projekte zu aktuellen Themen vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich auch aktiv an der Diskussion zu beteiligen – denn: Unsere Umwelt geht uns alle etwas an!

Nächster Termin:

  • Wann: 21. Mai 2026, 17:00 Uhr
  • Wo: Webex
  • Passwort: TripleN

Thema: Ein Endlager für radioaktive Abfälle in Österreich? Bericht aus dem Nationalen Entsorgungsbeirat

„Radioaktiver Müll? In Österreich? Unmöglich!“ Dies sind typische Reaktionen der Öffentlichkeit auf die Frage, was mit dem radioaktiven Abfall in Österreich geschehen soll. Die Genehmigung für das derzeitige Zwischenlager in Seibersdorf läuft 2045 aus. Frank Melcher war vier Jahre lang Mitglied im Nationalen Entsorgungsbeirat, dessen Aufgabe es war, ein Konzept für die Endlagerung von über 17.000 „gelben Fässern“ mit radioaktivem Müll zu erarbeiten. Er berichtet von der Notwendigkeit eines Endlagers, aber auch von den damit verbundenen Problemen und zeigt den Weg auf, den Politik und Gesellschaft nun gehen sollten um Schaden von der Republik und seinen Bürgern abzuwenden.

Prof. Frank Melcher leitet den Lehrstuhl für Geologie und Lagerstättenlehre an der Montanuniversität Leoben seit 2013. Nach einem Studium der Geologie in Mainz und einem Masterstudium in Petrologie und Mineralogie in Innsbruck promovierte er 1993 an der Montanuniversität Leoben über Gold- und Manganlagerstätten in Ghana. Nach einem Postdoc-Jahr am Minnesota Geological Survey und einer Anstellung als Assistenzprofessor in Leoben habilitierte er sich im Jahr 2000 in den Fächern Petrographie und Mineralogie. Von 2000 bis 2013 war Melcher an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover mit Forschungen zur Versorgung der EU mit kritischen Rohstoffen und der Entwicklung von Fingerprintingverfahren für Konfliktrohstoffe aus Zentralafrika tätig. Zusätzliche Forschungsschwerpunkte liegen bei heimischen mineralischen Rohstoffen, mikroanalytischen Methoden und Herkunftsnachweisverfahren. Melcher war von 2017 bis 2020 Präsident der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft. Von 2021 bis 2025 war er Mitglied des Österreichischen Beirats für die Entsorgung radioaktiver Abfälle. Er ist zudem Autor von mehr als 350 Publikationen, darunter über 120 in peer-reviewten Zeitschriften.

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