Jugend gestaltet Leoben

Zukunftswerkstatt bringt junge Ideen für ein nachhaltiges Le(o)ben voran.

Leoben, 05.03.2026

Jugendliche arbeiten an einem Projekt in der Zukunftswerkstatt

Gemeinsam an Ideen für ein nachhaltiges Leoben: Jugendliche aus HLW, HTL und Altem Gymnasium diskutierten bei der Zukunftswerkstatt mit Vertreter:innen von Organisationen und der Stadtverwaltung über konkrete Projekte für die Zukunft der Stadt; Bild: Russold

Heute ging im Live Congress Leoben die Zukunftswerkstatt „Nachhaltiges Le(o)ben – Deine Vision zählt“ in die nächste Runde. Rund 60 Teilnehmer:innen – darunter Schüler:innen der HLW Leoben, der HTL Leoben, des Alten Gymnasiums sowie Jugendliche der Jugendgruppe des Roten Kreuzes und des Jugendzentrums Spektrum – arbeiteten gemeinsam mit Expert:innen der Stadt Leoben und externen Partnern an konkreten Projekten für eine nachhaltige Zukunft der Stadt.

Jugendliche bringen Ideen für Leoben ein

Die Stadt Leoben hat sich im Gemeinderat dazu bekannt, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) aktiv zu unterstützen. Ein wichtiger Teil dieses Prozesses ist es, junge Menschen einzubeziehen und ihre Perspektiven in die Stadtentwicklung einzubringen.

„Ich freue mich sehr, heute Schülerinnen und Schüler der HLW Leoben, der HTL Leoben, des Alten Gymnasiums sowie Jugendliche der Jugendgruppe des Roten Kreuzes und des Jugendzentrums Spektrum bei der Zukunftswerkstatt begrüßen zu dürfen. Eure Ideen zeigen, wie engagiert junge Menschen ihre Stadt mitgestalten wollen“, betonte Bürgermeister Kurt Wallner in seinen Grußworten.

Im Vorfeld der Zukunftswerkstatt wurde von der Stadt Leoben der Ideenwettbewerb „Nachhaltiges Le(o)ben – Deine Vision zählt“ durchgeführt. Zwischen 1. Juli und 7. November 2025 wurden insgesamt 17 Projektideen eingereicht. Eine achtköpfige Jury bewertete die Vorschläge und wählte daraus drei Siegerprojekte aus. In der heutigen Zukunftswerkstatt standen zehn der eingereichten Ideen im Mittelpunkt: Ziel ist es, möglichst viele der Vorschläge weiterzuentwickeln und in die Umsetzung zu bringen.

Vier Themenfelder für nachhaltige Projekte

Um die Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln, wurden die Projekte in vier thematische Gruppen gegliedert:

  • Gesund & miteinander in Leoben: Förderung von körperlicher und mentaler Gesundheit durch Bewegung, Begegnung und
    gemeinschaftliche Aktivitäten.
  • Essen verbindet Generationen: Begegnungsräume und Koch-Aktivitäten, die unterschiedliche Generationen
    zusammenbringen und den Austausch fördern.
  • Ressourcen schonen & Abfall vermeiden: Projekte zur Abfallvermeidung, besseren Mülltrennung und zur stärkeren Wertschätzung von Lebensmitteln.
  • Grünes Leoben: Stadt & Natur: Ideen für mehr Grün im urbanen Raum, höhere Aufenthaltsqualität und eine stärkere
    Verbindung zur Natur.

Die Jugendlichen präsentierten ihre Ideen zunächst in kurzen Pitches und arbeiteten anschließend in Gruppen weiter an konkreten Umsetzungsschritten.

Unterstützung durch Expert:innen und Ideenpat:innen

Begleitet wurden die Gruppen von sogenannten Ideenpat:innen, die ihre fachliche Expertise in die Projektentwicklung einbrachten. Seitens der Stadt Leoben unterstützten Heimo Berghold, Fioretta Pliem-Schwarzkogler, Gernot Kreindl und Marlene Moser-Karrer die Teams. Weitere Unterstützung kam von Verena Reitbauer (GO-ON Suizidprävention), Robert Gürtler (Styria vitalis) sowie Wolfgang Winterer (WBI Leoben). Moderiert und organisiert wurde die Zukunftswerkstatt vom StadtLABOR Graz. Barbara Hammerl und Isabella Weichselbraun begleiteten die Jugendlichen durch den Workshop und unterstützten sie dabei, ihre Ideen mit Hilfe eines Business-Canvas strukturiert weiterzuentwickeln – von den Zielgruppen über Ressourcen bis hin zu konkreten nächsten Schritten.

Von der Idee zur Umsetzung

Ziel der Zukunftswerkstatt ist es, aus den eingereichten Ideen konkrete Projekte entstehen zu lassen. Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung erhielten die Teilnehmer:innen auch Einblicke in mögliche Förderungen. Franz Höcher von der Volksbank Steiermark stellte Initiativen zur Unterstützung nachhaltiger Projekte vor.

„Die Ideen der Jugendlichen zeigen, wie viele kreative Ansätze es für mehr Nachhaltigkeit im Alltag gibt. Genau solche Initiativen brauchen wir, um Umwelt- und Klimaschutz gemeinsam mit der nächsten Generation voranzubringen“, betont Gemeinderätin Susanne Sinz, Umweltreferentin der Stadt Leoben.

Bis zum Sommer sollen die Projektgruppen ihre Ideen weiter ausarbeiten. Unterstützt werden sie dabei unter anderem durch Online-Coachings mit dem StadtLABOR Graz. Eine gemeinsame Präsentation der Ergebnisse ist zum Abschluss des Schuljahres geplant. Die Zukunftswerkstatt zeigt, wie junge Menschen aktiv an der Entwicklung ihrer Stadt mitarbeiten können – und wie ihre Ideen in konkrete Projekte für ein nachhaltiges Leoben einfließen.

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