Vorgesorgt für morgen: Leoben investiert 2026 konsequent in Bildung, Familien und Lebensqualität

Unter dem Titel „Vorgesorgt für morgen: Leoben investiert 2026 konsequent in Bildung, Familien und Lebensqualität“ informiert die Stadt über die zentralen Schwerpunkte 2026.

Leoben, 05.02.2026

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Bürgermeister Kurt Wallner (r) präsentierte gemeinsam mit GRin Susanne Sinz (m) und STR Walter Reiter (l) die Vorschau auf 2026 mit klaren Schwerpunkten auf Bildung, Zukunftsthemen und verantwortungsvollem Umgang mit dem Budget; Bild: Russold

Leoben geht 2026 einen konsequenten Schritt weiter in Richtung Zukunftssicherung. Mit einem Investitionsvolumen von 16,65 Mio. Euro und 9 Mio. Euro der Stadtwerke setzt das Budget 2026 klare Schwerpunkte auf Bildung, Betreuung und Lebensqualität – und zeigt, dass vorausschauende Planung und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln Hand in Hand gehen. Im Mittelpunkt stehen jene Bereiche, die für die Menschen im Alltag den größten Nutzen bringen: verlässliche Bildungsangebote, leistbares Wohnen, sichere Mobilität und eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Bildung als Fundament: Optimierung im Pflichtschulbereich abgeschlossen

Mit der Fertigstellung des Bildungszentrums Fröbelgasse schließt Leoben 2026 die umfassende Modernisierung und Bündelung seiner Bildungsinfrastruktur im Pflichtschulbereich ab. Nach den Bildungszentren Pestalozzi und Leoben Stadt sowie dem Kindergarten Mühltal entsteht mit der Fröbelgasse der dritte zentrale Bildungsstandort. Damit ist eine solide Basis geschaffen, auf der Qualität, Angebote und Betreuung auch künftig weiterentwickelt werden können. Kinder und Jugendliche lernen in modernen Einrichtungen, Familien profitieren von stabilen und verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten.

Im Bildungszentrum Fröbelgasse werden die bisherigen Standorte Leitendorf und Göß zusammengeführt. Der Neubau bietet Platz für bis zu 400 Schüler:innen, Ganztagesbetreuung, moderne Lernräume und klare Strukturen. Durch die Zusammenlegung werden Doppelstrukturen vermieden und sanierungsbedürftige Standorte ersetzt. Fernwärme und Photovoltaik sorgen für eine nachhaltige Energieversorgung, die Turnsäle stehen auch Vereinen zur Verfügung. Insgesamt investiert die Stadt 20,3 Mio. Euro in diesen Bildungsstandort. Der Bau verläuft planmäßig. Der Rohbau ist abgeschlossen, Fassaden und Fenstersanierung weit fortgeschritten, der Aufzug ist eingebaut. Derzeit laufen die Ausbauarbeiten, die Fertigstellung ist bis zum Schulbeginn im September 2026 vorgesehen und wird nach aktuellem Stand eingehalten.

„Bildung ist die beste Vorsorge für die Zukunft unserer Stadt. Mit den Investitionen 2026 sorgen wir dafür, dass Kinder und Jugendliche in Leoben unter modernen, sicheren und verlässlichen Bedingungen lernen und aufwachsen können – und dass öffentliche Mittel verantwortungsvoll und nachhaltig eingesetzt werden.“, so Bürgermeister Kurt Wallner im Zuge der Pressekonferenz.

Mehr Angebote für junge Menschen

Auch im Jugendbereich wird das Angebot weiter ausgebaut. Zwei Jugendkoordinatorinnen sorgen für stärkere Vernetzung und Sichtbarkeit, neue Spielegruppen, ein Vitalpass für Kinder und Jugendliche, die Zukunftswerkstatt Nachhaltiges Le(o)ben sowie verstärkte Kooperationen mit Jugendorganisationen schaffen zusätzliche Möglichkeiten zur Beteiligung, Förderung und Mitgestaltung. Bestehende Kinder- und Jugendtreffs, Spiel- und Outdoorangebote werden fortgeführt und gezielt ergänzt.

Gemeindewohnungen: Bestand sichern, gezielt sanieren, weiterentwickeln

Ab 2026 gelten transparente und einheitliche Regeln im Gemeindewohnungswesen, die Planungssicherheit schaffen und langfristige Instandhaltung ermöglichen. Ziel bleibt leistbarer Wohnraum bei gleichzeitig verantwortungsvoller Bewirtschaftung. Mit Stichtag 1. Jänner 2026 verfügt die Stadt über 2.321 Gemeindewohnungen. 2025 wurden 99 Wohnungen vergeben, gleichzeitig übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot. Für 2026 stehen dafür insgesamt über 1,7 Mio. Euro für Instandhaltung und Sanierungen zur Verfügung, ergänzt durch Rücklagen aus dem Jahr 2025. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Seniorenwohnhäusern: Nach drei sanierten barrierefreien Bädern im Jahr 2025 sind 2026 fünf weitere geplant. Langfristig setzt die Stadt auf strategische Sanierungen, Zusammenlegungen von Wohnungen und bedarfsgerechte Wohnungsgrößen an gut angebundenen Standorten. Ein Verkauf gemeindeeigener Wohnungen ist nicht vorgesehen, Mietanpassungen erfolgen weiterhin maßvoll und sozial ausgewogen.

„Wohnen darf kein Luxus werden. Die Gemeindewohnungen sind das Familiensilber der Leobenerinnen und Leobener. Sie bleiben im Eigentum der Stadt und werden Schritt für Schritt saniert und weiterentwickelt – damit sie auch für kommende Generationen leistbaren Wohnraum sichern“, sagt Wohnungsreferent Walter Reiter.

Klima- und Umweltschutz: Zukunft denken, Verantwortung übernehmen

Klima- und Umweltschutz ist ein zentrales Thema der Stadtentwicklung und gewinnt mit Leobens Rolle als Pionierstadt im Klimaneutralitätsfahrplan weiter an Bedeutung.

„Klima- und Umweltschutz betrifft alle Lebensbereiche. Mit diesen Projekten investieren wir gezielt in saubere Energie, mehr Unabhängigkeit und eine Stadt, in der Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit zusammen gedacht werden“, informiert Gemeinderätin Susanne Sinz.

Der Klimaneutralitätsfahrplan 2040 bündelt die strategischen Leitlinien der Stadt auf dem Weg zur Klimaneutralität und dient als Orientierung für Politik, Verwaltung und Projekte. Nach der Präsentation der Vision und der sechs Handlungsfelder im Umweltausschuss wird derzeit der Endbericht finalisiert. Der Fahrplan ist bewusst als weiterentwickelbares Instrument angelegt und verankert Klimaschutz als Querschnittsthema in allen Bereichen der Stadtentwicklung. Im Rahmen des Klimaneutralitätsfahrplans wird zudem das Planungsprojekt „Quartier Fichtlplatz“ gestartet. Ziel ist es, ältere Gemeindewohnhäuser rund um den Fichtlplatz nachhaltig zu sanieren und gemeinsam mit Grün- und Kühlräumen sowie attraktiven Freiflächen weiterzuentwickeln. Die gute Anbindung und der vorhandene Grünraum bieten dafür ideale Voraussetzungen, nachhaltige Finanzierung ist Teil der Planung.

Die Projekte für 2026 setzen auch konsequent auf saubere Energie, effiziente Nutzung von Ressourcen und mehr Unabhängigkeit durch eigene Stromerzeugung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Elektrifizierung der städtischen Mobilität. Die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge wird fortgesetzt, ergänzt durch eine effizientere Organisation über Fahrzeugpools. Auch der öffentliche Verkehr wird weiter elektrifiziert: Neue Midi-e-Busse werden in Kürze präsentiert und in Betrieb genommen, weitere e-Linienbusse befinden sich in Umsetzung und werden durch Förderungen unterstützt.

Parallel dazu treibt die Stadt den Ausbau der Photovoltaik voran. 2026 wird in Anlagen am Wirtschaftshof investiert und ein großes Zukunftsprojekt gestartet: eine Flächen-PV-Anlage mit rund 3,5 MWp auf der ehemaligen Mülldeponie Seegraben. Das Projekt geht 2026 in die Planungsphase, ist für Leoben als Pionierstadt voll gefördert und wird wissenschaftlich begleitet.

Weitergeführt wird 2026 auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Dadurch wird Strom eingespart und die Ausleuchtung von Straßen und Gehsteigen gezielt verbessert.

Mobilität und Sicherheit mit Augenmaß weiterentwickeln

In den Bereichen Mobilität und Klimaschutz setzt Leoben auf praktikable, niederschwellige Maßnahmen wie Leih-KlimaTickets und E-Lastenrad-Sharing – ohne zusätzliche Budgetbelastung. Notwendige Gebührenanpassungen erfolgen moderat und kostendeckend, Leoben bleibt im Städtevergleich weiterhin günstig.

Versorgungssicherheit und lebenswerte Innenstadt

Die Stadtwerke Leoben investieren 2026 rund 9 Mio. Euro in Fernwärme-, Glasfaser- und Energienetze und stärken damit die Versorgungssicherheit. Parallel dazu wird die Verkehrsberuhigung der Innenstadt planmäßig abgeschlossen, um Durchzugsverkehr zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen – mit klaren Regeln und rechtssicherer Umsetzung.

Transparenz, Information und Stadtentwicklung

Mit dem Chancenraum Leoben schafft die Stadt Transparenz über Erdgeschoßflächen in der Innenstadt und unterstützt Unternehmen sowie Gründer:innen bei der Standortsuche. Ergänzend wird das Stadtmagazin Leoben ab Februar 2026 in neuem Design erscheinen – klarer strukturiert, besser lesbar und serviceorientiert. Ein besonderes Ereignis ist der 75. Österreichische Städtetag von 10. bis 12. Juni 2026, den Leoben als Gastgeberstadt ausrichtet und damit wichtige Impulse für Wirtschaft, Tourismus und das Standortprofil setzt. Leoben nutzt das Jahr 2026, um Verantwortung zu übernehmen: mit klaren Prioritäten, solider Budgetpolitik und Investitionen, die den Menschen heute und morgen zugutekommen.

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