Originalgitter schützt wieder Leobener Pestsäule
Nach fast 30 Jahren ist die historische Einfriedung der Pestsäule auf den Leobener Hauptplatz zurückgekehrt. Die originalen Gitterelemente wurden fachgerecht instandgesetzt und nun endgültig montiert. Damit ist eines der bedeutendsten Denkmäler der Stadt wieder besser vor Beschädigungen und Verunreinigungen geschützt.
Leoben, 01.10.2026
Das restaurierte Originalgitter ist zurück: Nach fast 30 Jahren schützt die historische Einfriedung wieder die Pestsäule am Leobener Hauptplatz; Bild: Russold
Die Pestsäule am Leobener Hauptplatz hat ihren historischen Schutz zurück: Nachdem die originalen Gitterelemente zunächst probeweise montiert und anschließend nochmals sandgestrahlt und fertiggestellt wurden, erfolgte nun die endgültige Montage. Das Gitter, das bereits früher die Pestsäule umgab und 1997 entfernt wurde, ist damit nach fast drei Jahrzehnten wieder an seinem ursprünglichen Platz.
Historisches Original kehrt zurück
Die 1717 errichtete Pestsäule zählt zu den bedeutendsten historischen Denkmälern Leobens. Im vergangenen Jahr wurde das denkmalgeschützte Bauwerk umfassend restauriert. Für die Sanierung der Säule investierte die Stadt 62.500 Euro. Ziel war es, Schäden an Figurengruppe und Sockel fachgerecht zu beheben und die historische Substanz langfristig zu sichern.
Nach Abschluss der Restaurierung zeigte sich jedoch, dass auch ein zusätzlicher Schutz des Denkmals notwendig ist. Fahrräder wurden an die Säule gelehnt, das Bauwerk wurde als Kletter- und Spielobjekt genutzt und insbesondere in den Nachtstunden kam es wiederholt zu Verunreinigungen. Bereits im Frühjahr hatte die Stadt deshalb Handlungsbedarf festgestellt. Im Juni beschloss der Stadtrat schließlich, die noch vorhandene historische Einfriedung instand setzen und wieder montieren zu lassen.
Die Kosten für die Instandsetzung und Montage des historischen Gitters belaufen sich auf rund 20.000 Euro.
„Denkmäler gehören uns allen“
Bürgermeister Kurt Wallner verbindet die nun abgeschlossene Maßnahme auch mit einem Appell an einen verantwortungsvollen Umgang mit dem gemeinsamen kulturellen Erbe: „Unsere Denkmäler erzählen die Geschichte unserer Stadt. Sie sind wertvoll und sie sind Gemeingut – sie gehören damit uns allen. Das Gitter soll die Pestsäule schützen, aber letztlich braucht es vor allem den verantwortungsvollen Umgang jedes Einzelnen mit dem, was uns gemeinsam gehört. Ich appelliere daher an alle, sorgsam mit unseren Denkmälern und dem öffentlichen Raum umzugehen. Nur so können wir dieses kulturelle Erbe auch für kommende Generationen erhalten“, so Bürgermeister Kurt Wallner.
Mit der Rückkehr des Originalgitters erhält die Pestsäule nicht nur einen zusätzlichen Schutz. Gleichzeitig kehrt ein historisches Element auf den Leobener Hauptplatz zurück, das über viele Jahrzehnte zum Erscheinungsbild des Denkmals gehörte.
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