Stadtrat: Pestsäule wird wieder geschützt

Mit Beschlüssen zum Schutz der Pestsäule, zum Ausbau der Blackout-Vorsorge sowie zur Unterstützung von Vereinen, Landwirtschaft und Kultur hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 9. Juni 2026 wichtige Maßnahmen für Leoben auf den Weg gebracht.

Leoben, 10.06.2026

Pestsäule am Hauptplatz Leoben

Bild: Russold

Die Pestsäule am Hauptplatz zählt zu den bedeutendsten historischen Denkmälern Leobens. Nach der kürzlich abgeschlossenen Restaurierung wird sie nun wieder durch eine Einfriedung geschützt. Damit reagiert die Stadt auf Entwicklungen der vergangenen Monate, bei denen es wiederholt zu unsachgemäßer Nutzung und Verunreinigungen des denkmalgeschützten Bauwerks gekommen ist. Fahrräder wurden an die Säule gelehnt, sie wurde als Kletter- und Spielobjekt genützt, zudem kam es in den Nachtstunden immer wieder zu Verschmutzungen.

Die Pestsäule war bereits bis 1997 durch eine Einfriedung geschützt. Diese wird nun repariert und erneut zum Schutz des Denkmals eingesetzt. Die beschlossene Wiederherstellung soll dazu beitragen, die historische Substanz langfristig zu erhalten und weitere Schäden zu verhindern. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Bemühungen der Stadt, historische Bauwerke zu bewahren und das kulturelle Erbe für kommende Generationen zu sichern.

Leoben investiert in die Blackout-Vorsorge

Mit Blick auf die zunehmende Bedeutung der Krisenvorsorge investiert die Stadt Leoben weiter in ihre Blackout-Vorbereitungen. Der Stadtrat beschloss die Errichtung zusätzlicher Notstromeinspeisungen für die vier Pumpwerke (PW4-Mareckkai, PW6-Prettach, PW9-Hinterberg und PW10-Tollingweg).

Diese ermöglichen es, bei einem großflächigen Stromausfall rasch Notstromaggregate anzuschließen und zentrale Einrichtungen weiterhin zu betreiben. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Vorsorgekonzeptes, mit dem die Stadt ihre Handlungsfähigkeit auch in außergewöhnlichen Krisensituationen sicherstellen will.

Klimaanpassung und Biodiversität

Im Rahmen der KLAR!-Region Murraum Leoben wurde eine weitere Klimawandelanpassungsmaßnahme beschlossen. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Biodiversität im Grünland durch eine Fachveranstaltung und eine Exkursion für Landwirt:innen und weitere Interessierte.

Dabei werden praktische Beispiele zu den Themen Bodenschutz, Erosionsvermeidung, Humusaufbau und Wassermanagement vorgestellt. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu stärken und landwirtschaftliche Flächen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Unterstützung für Vereine, Landwirtschaft und Kultur

Der Stadtrat beschloss außerdem die laufenden Subventionen für Juni 2026 sowie die Tierzuchtförderung für das zweite Quartal. Damit werden Vereine, Organisationen und landwirtschaftliche Betriebe weiterhin bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützt.

Auch im Kulturbereich wurden wichtige Weichen gestellt: Für die Aufführungen der Operette „Gräfin Mariza“ in Kooperation mit der Neuen Operette Wien rund um den Jahreswechsel 2026/27 im Stadttheater Leoben wurden die erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Die in der Stadtratssitzung behandelten Maßnahmen zeigen einmal mehr den breiten Aufgabenbereich der Stadt: vom Schutz historischer Bauwerke über Krisenvorsorge und Klimaanpassung bis hin zur Unterstützung von Vereinen, Kultur und Landwirtschaft. Ziel bleibt es, Leoben als lebenswerte, sichere und zukunftsorientierte Stadt weiterzuentwickeln.

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