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Historischer Überblick


Leoben besitzt das Wappen mit dem Vogel Strauß bereits seit dem Mittelalter. Man sah den Vogel Strauß damals aufgrund von Legenden als Eisen fressenden und verdauenden Vogel. Da die Stadt schon in dieser Zeit rege mit dem Eisenwesen in Verbindung stand, nahm man sich diesen sagenhaften Vogel in das Wappen. Der Vogel trägt zusätzlich noch zwei Hufeisen, als eiserne Symbole im Schnabel und in der Klaue.
Auf zahlreichen historischen Bauwerken der Stadt Leoben ist das Wappen mit dem Vogel Strauß zu sehen.


904

1. Namensnennung "Liupina" König Ludwig d. Kind, der letzte Karolinger, schenkt große Besitzungen im Gebiet des heutigen Leoben dem Gaugrafen Aribo


982

Nennung "Liupina" für einen salbg. Gutshof im heutigen Stadtgebiet von Trofaiach


1020, vor

Gründung des Nonnenstiftes Göss durch die Aribonen


1173

1. urkundliche Nennung des "Forum Liuben", der Vorgängersiedlung der heutigen Stadt


1188

erstmalige urkundliche Erwähnung der Kirche St. Jakob


1217

Gründung des Dominikanerkonvents, bis 1811. Spätere Verwendung des Gebäudes: Bezirksgericht, Gefängnis.


1218

der Richter wird als Judex de Leuben urkundlich erwähnt


1260

Erdbeben

ab 1260 Gründung des Dominikanerkovents in Leoben (ab 1280 Besiedlung dieses Konvents durch den Dominikanerorden in Friesach. 1811 Auflösung des Dominikanerkloster in Leoben; spätere Verwendung des Gebäudekomplexes: Bezirksgericht, Gefängnis.


1262, nach

Stadtverlegung durch den damaligen steirischen Herzog, König Ottokar II. von Böhmen, in die sogenannte Murschleife


13. Jhdt., 2. Hälfte

Leoben erhält das Stadtrecht


1373

Herzog Albrecht bewilligt das "Püchslgeld", eine Maut


1396

ein Judenrichter wird für Leoben genannt


1459

erstmalige Erwähnung einer Stiftsbrauerei Göss


1480

Waasenvorstadt wird beim Türkensturm in Brand gesteckt, Pfarrkirche Maria am Waasen brennt


1524, ab

1. Aufkommen der Reformation


1525

Niklas v. Salm sammelt in und um Leoben das zur Niederwerfung des Knappen- und Bauernaufstandes im Ennstal aufgebotene Landsknechtheer


1572

Die Stadt Leoben bekennt sich auf dem Brucker Ausschusslandtag zum Augsburger Bekenntnis


1613, ab

Rekatholisierung durch die Ansiedlung der Jesuiten; Bau eines Kollegs und Gymnasiums; Hochblüte von Wissenschaft und Kunst in der Stadt


1660-1665

Ordenskirche der Jesuiten St. Xaver wird erbaut


1689

Stiftung des Leobner Kapuzinerklosters (Aufhebung 1811)


1716

Letztes Auftreten der Pest


1718

Errichtung der Pestsäule auf dem Hauptplatz


1782

Aufhebung des Benediktinerstiftes Göss durch Josef II.


1788

Reform der Gemeindeverwaltung (Bgm. Vom Gubernium bestellt und ihm gleichzeitig zwei Magistratsräte beigegeben)


1790

Gründung des Leobener Stadttheaters; damit ältestes bespieltes Theater Österreichs


1794

Erdbeben. Schwere Beschädigung des Mauttorturmes, was einen Umbau erfordert, dem der Turm seine heutige pilzförmige Haube (Schwammerlturm) verdankt.  

"1280 bin ich erstanden da,
1794 war ich dem Sturze nah,
ich bin somit in jedem Falle
sehr alt und älter als ihr alle,
sah viele Feinde durch mich gehen
und blieb doch immer aufrecht stehen,
sah viermal auch die franken schon,
doch immer fest den Kaiserthron,
sah Krieger jüngst aus Ost und West,
blieb auch in diesen Stürmen fest."


1797

Vorfriede von Leoben; Napoleon verhandelt mit österr. Diplomaten über wesentliche territoriale Veränderungen in Europa


1783-1800

Bischof Alexander Engel von und zu Wagrain residiert als Bischof der Diözese Leoben im Stift Göss


1805

Besetzung der Stadt durch die Franzosen


1809

Nach der Schlacht von St. Michael gegen die Franzosen kämpften sich die geschlagenen österr. Truppen durch die Stadt, dabei kam auch die Zivilbevölkerung durch Straßengefechte zu Schaden.


1811

Jesuitenkirche St. Xaver wird Pfarrkirche


1846-1860

Bau der Klosterkirche und des Klosters der Redemptoristen. Die Ordensgemeinschaft der Redemptoristen war seit 1837 in Leoben beheimatet.


1849

Verlegung der bergmänn. Lehranstalt von Vordernberg nach Leoben; von Erzherzog Johann gegründet


1850

Gründung der Handels- und Gewerbekammer. Am 14. Juni fand die erste Wahl eines frei gewählten Bürgermeisters statt.


1854

Choleraepidemie


1860

Max Kober erwarb die Gösser Brauerei und richtete im einstigen Stift die Gösser Brauerrei ein.


1861

Gründung der Alpine Montan


1865

Gründung der Berg- und Hüttenschule


1881

Gründung der österr. Alpine Montangesellschaft


1884

Gasbeleuchtung mit der Errichtung des städtisches Gaswerkes


1887

Landeskrankenhaus wird errichtet.


1906

Elektrische Straßenbeleuchtung


1908-1910

Bau der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche. Hauptbau der Montanuniversität wird errichtet.


1939

Eingemeindung von Donawitz und Göss


1945

Leoben wird von der Roten Armee besetzt und anschließend von britischen Truppen abgelöst.


1951

Franz Mayr-Melnhof gründet in Göss ein Holzspanplattenwerk


1952

Gründung des österreichischen Gießereiinstitutes


1964

Schließung des Glanzkohlenbergbaus Seegraben (seit 1881)




1983

Neubau der Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe


1984

Leiterplattenwerk in Leoben Hinterberg


1994

Partnerschaftsvertrag mit der chinesischen Stadt Xuzhou


1997

Eröffnung des neugestalteten Hauptplatzes


1997

Landesausstellung "made in styria"


1998

Ausstellung "China - Verborgene Schätze"


1999

Ausstellung "Götter des Himalaya"


2000

Ausstellung "Peru - Versunkene Kulturen"


2001

Ausstellung "Ägypten - Im Reich der Pharaonen"


2002

Ausstellung "Dschingis Khan"


2003

Ausstellung "Geisha und Samurai"


2004

Ausstellung "Faszination Vietnam"


2005

Ausstellung "Mensch und Kosmos"
Präkolumbischie Kunst aus Mexiko


2006

Ausstellung "Die Welt des ORIENTS"
Kunst und Kultur des Islam


2007

Ausstellung "Gold und Jade"
Sensationsfunde aus chinesischen Herrschergräbern


2008

Ausstellung "Die Wikinger"


2009

Ausstellung "Das Gold der Steppe"


2010

Ausstellung "Alexander der Große"

Nach oben | Seite drucken | Seite weiterempfehlen | Letzte Änderung: 07.12.2010