Leobener Wohnzimmer wird grün

Um die Aufenthaltsqualität der Passant:innen am Leobener Hauptplatz zu erhöhen und das Stadtbild zu verschönern, wurden begrünte Sitzgelegenheiten am südlichen Teil des Hauptplatzes, zwischen Bergmannsbrunnen und Pestsäule aufgestellt. So werden aus klimabedingten Hitzeinseln kleine Oasen, die ohne Konsumzwang zum Verweilen einladen.

Leoben, 15.06.2022

Gruppenbild

v.l. Joachim Schmidt (Metall & Technik Schmidt), Architektin Alexandra Stingl-Enge, Bürgermeister Kurt Wallner, Fioretta Pliem-Schwarzkogler (Stadtbaudirektion), Hubert Rois (Stadtgärtnerei), Stadtbaudirektor Heimo Berghold; Bild: Foto Freisinger

Der Klimawandel ist allgegenwärtig und macht sich auch in den Städten bemerkbar. Um die Aufenthaltsqualität der Passant:innen am Leobener Hauptplatz zu erhöhen und das Stadtbild zu verschönern, wurden Mitte Juni begrünte Sitzgelegenheiten am südlichen Teil des Hauptplatzes, zwischen Bergmannsbrunnen und Pestsäule aufgestellt. So werden aus klimabedingten Hitzeinseln kleine Oasen, die ohne Konsumzwang zum Verweilen einladen. Gestaltet wurde das Mobiliar, das in unterschiedlichen Ausführungen geliefert wird, vom Architekturbüro Stingl-Enge.

Bürgermeister Kurt Wallner: „Mit der Begrünung des Hauptplatzes tragen wir einem langjährigen Wunsch der Leobener Bevölkerung Rechnung. Ich bin mir sicher, dass die multifunktionalen Möbel mit den diversen Bepflanzungen eine wunderbare Aufwertung unseres Leobener Wohnzimmers darstellen und den Leobener:innen durch ihre lebendige Gestaltung viel Freude bereiten werden.“

Aufgrund der unterschiedlichen Möbel-Konfigurationen sind diverse Bepflanzungen mit bzw. ohne Bäume für die Tröge vorgesehen. Infolge der fortgeschrittenen Jahreszeit wird jedoch derzeit von einer Baumbepflanzung abgesehen, da das Ausfallsrisiko im Hochsommer zu groß wäre. Die Tröge werden daher vorerst mit dem ca. 2,5 Meter hohen Japanischen Fächerahorn als Leitgehölz bepflanzt. Die Unterpflanzung besteht aus einer Mischung aus insekten- bzw. bienenfreundlicher Fetter Henne und Sonnenhut sowie Lampenputzergräsern. Diese Pflanzen blühen während der Sommermonate bis in den Herbst hinein und bleiben auch über den Winter in den Trögen.

Im Herbst werden sie durch Tulpen- und Narzissenzwiebeln ergänzt, die im kommenden Frühjahr als erste Farbtupfer das Herz der Leobener:innen erfreuen werden. Um bereits jetzt ein wenig Farbe in die Beete zu bringen, wird eine etwas höhere Begoniensorte verwendet, die nach der Sommersaison der Winterpflanzung Platz macht.

Im Herbst werden die Tröge mit hitze- und trockenheitsverträglichen Amerikanischen Eschen bepflanzt, die nicht nur als stadtklimafest, sondern ebenfalls als insekten- bzw. bienenfreundlich gelten. Die Unterpflanzungen bleiben grundsätzlich gleich, lediglich die Sommerblumen müssen weichen und die Pflanzenanzahl wird entsprechend angepasst werden.

Auch im Stadtparkbereich „Am Glacis-West“ werden zwei neue, insektenfreundliche Blütenbeete angelegt. Das Referat Grünflächen und Friedhöfe der Stadt Leoben nimmt hier gemeinsam mit dem Verein „Natur im Garten Steiermark“ auf zirka 320 m2 eine naturnahe Bepflanzung vor und schafft somit mitten in der Stadt weiteren wertvollen Lebensraum für Insekten.

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Gerhard Lukasiewicz
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