Krisenmanagement zwischen Organisation und Menschlichkeit

Stadtverwaltung und Medizin übers Multi-Tasking während der Coronakrise .

Leoben, 17.06.2020

Gruppenbild

v.l. Einsatzkoordinator Alexander Debeletz, ärztlicher Direktor des LKH Hochsteiermark Heinz Luschnik, Pressesprecher Gerhard Lukasiewicz, Leiter der Stabsarbeit Willibald Baumgartner, Sozialreferent Arno Maier, Bürgermeister Kurt Wallner, Betriebsdirektor Harald Kapeller, Pflegedirektorin Sylvia Noè; Bild: Foto Freisinger; Bild: Foto Freisinger

Erfahrungsaustausch

Die Bewältigung der, durch das Corona-Virus ausgelösten, Krisensituation und der damit verbundenen Herausforderungen, hat viele wertvolle Erkenntnisse geliefert und es erlaubt, das eigene Haus sowie die Mitarbeiter besser als es in jeder anderen Situation möglich gewesen wäre, kennenzulernen. Dessen waren sich die Mitglieder des Einsatzstabes der Stadt Leoben sowie die Führungsriege des LKH Hochsteiermark – Standort Leoben, bestehend aus dem ärztlichen Leiter Heinz Luschnik, Pflegedirektorin Silvia Noè und Betriebsdirektor Harald Kapeller, einig.
Nachdem Ende Mai bereits die Einsatzorganisationen zum Erfahrungsaustausch ins Rathaus eingeladen wurden, wurde in einer zweiten Runde das Gespräch mit den Verantwortungsträgern für die medizinische Versorgung der Stadt Leoben gesucht, um abermals Erfahrungen und Entwicklungspotentiale aus der COVID-19 Pandemie zu erörtern und mit- und voneinander zu lernen.
Primarius Dr. Luschnik: „Ich glaube, dass die Erfahrungen aus dieser vorbildlichen Kooperation helfen werden, den eventuellen Ausbruch einer zweiten Infektionswelle früh und rechtzeitig zu erkennen und effizient zu bekämpfen!“

Vernetzung mit allen Beteiligten

Bürgermeister Kurt Wallner sieht in diesem Austausch eine große Chance: „Es ist ungeheuer spannend, die Situation aus der Sicht jener, die unmittelbar mit dem Virus konfrontiert waren, geschildert zu bekommen und zu hören, wie die Profis in Sachen „Gesundheitskrise“ an die Aufgabe herangegangen sind. Ich bin überzeugt, dass der konstruktive Austausch und die Vernetzung mit allen Beteiligten eine große Bereicherung darstellen und wir voneinander profitieren können, um mithilfe der gesammelten „Best practice“ Beispiele noch besser für künftige Krisenszenarien gerüstet zu sein.“

Landesweite Zusammenarbeit

Für die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. bringen Vorstandsvorsitzender Univ. Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg und Vorstandsdirektor Dipl. KHBW Ernst Fartek, MBA, Vorstand für Finanzen und Technik, ihre Wertschätzung zum Ausdruck: „In der Corona-Krise hatten wir einen ersten großen Ernstfall, bei dem Verwaltungssysteme, Bundesheer, Gesundheitseinrichtungen und Einsatzorganisationen landesweit, gleichzeitig und über einen langen Zeitraum auf den Prüfstand mussten. Aus unserer Sicht hat die aktuell noch andauernde Zusammenarbeit wohltuend professionell und menschlich herausragend funktioniert!“

Krisensitzungen

In Sachen Krisensitzungen liegen das LKH Hochsteiermark und die Stadt Leoben jedenfalls ziemlich gleichauf – wurden doch in beiden Fällen bisher rund 60 Krisensitzungen abgehalten, um auf jedwedes Katastrophenszenario vorbereitet zu sein und die erforderlichen Maßnahmen gesetzeskonform umzusetzen. Mittlerweile finden die Zusammenkünfte der Einsatzstäbe zwar nicht mehr täglich statt, doch auch das kontrollierte Hochfahren soll so friktionsfrei wie möglich ablaufen, um trotz aller Bemühungen zur Liberalisierung kein neuerliches Ansteigen der Infektionszahlen zu riskieren.

Nachbereitung und Reflexion

Auch wenn der Alltag für den Großteil der Bevölkerung Stück für Stück zurückkehrt, wird die Nachbereitung der Krise sowohl die Stadtgemeinde Leoben als auch die Standorte des LKH Hochsteiermark noch eine Weile beschäftigen. Ist es den Verantwortlichen doch in beiden Fällen wichtig, sich die Zeit zur Reflexion zu nehmen, um die positiven Lerneffekte aus der Krise mitzunehmen und zum Wohle der Bürger bzw. der Patienten umzusetzen.

Ansprechpartner für Medien

MSc
Gerhard Lukasiewicz