Kein Spielraum im Kampf gegen Corona

Leobener Pflegeeinrichtungen äußern Wunsch nach klaren Richtlinien.

Leoben, 16.07.2020

Gruppenbild

v.l. Einsatzkoordinator Alexander Debeletz, Leiter der Rechtsabteilung Dominik Kumpusch, Caritas Pflegewohnhaus Leoben-Göß Hausleiterin Claudia Spielmann, Pressesprecher Gerhard Lukasiewicz, Stadtamtsdirektor Willibald Baumgartner, Seniorenresidenz Steinkellner Hausleiterin Maria Steinkellner, Leiterin des Sozialreferats Silke Oswald, Franz Steinkellner, Seniorenreferent Reinhold Metelko, Volkshilfe Seniorenzentrum Hausleiterin Birgit Sandler, Sozialreferent Arno Maier, Bürgermeister Kurt Wallner, Pflegeheim Kaiser Heimleiter Reinhard Kaiser; Bild: Foto Freisinger

Dritter COVID-19-Erfahrungsaustausch in Leoben

Aller guten Dinge sind drei. Nach Besprechungen mit den Vertretern der Einsatzorganisationen sowie der Führungsriege des LKH Hochsteiermark nahmen am dritten Erfahrungsaustausch im Leobener Gemeinderats-Sitzungssaal die Leiter der Leobener Seniorenpflegeheime teil.

Bürgermeister Kurt Wallner sieht in diesen Zusammenkünften langfristig großes Potential für die Stadt Leoben: „Gegenseitiger Austausch kann unglaublich bereichernd für alle Seiten wirken. Auch wenn COVID-19 derzeit das bestimmende Thema ist, treten im wechselseitigen Diskurs Erkenntnisse, Anregungen und Ideen zutage, die es uns ermöglichen, die Infrastruktur unserer Stadt noch besser aufeinander abzustimmen und dafür zu sorgen, dass die vielen Zahnräder, die das gesellschaftliche Zusammenleben am Laufen halten, reibungsfrei ineinandergreifen.“

Heikle Situation für Senioren- und Pflegeheime

Die Situation für die Senioren- und Pflegeheime stellte sich während der COVID-19 Krise besonders heikel dar, handelt es sich bei den Bewohnern doch genau um jene Personen, die aufgrund ihres Alters und eventueller Vorerkrankungen als zu schützende Risikogruppe gelten. Um für die Bewohner trotz zeitintensiver Schutzmaßnahmen, enormem bürokratischen Aufwand, unsicherer Vorgaben sowie schwer zu beschaffender Ausrüstung eine gute Pflege zu gewährleisten und darüber hinaus den fehlenden Kontakt zu den Angehörigen zu kompensieren, wurden große Anstrengungen seitens der Pflegeeinrichtungen unternommen.

Verantwortungsbewusstsein und überdurchschnittliches Engagement

Auch wenn Keime in einem Seniorenwohnheim eigentlich nichts Ungewöhnliches sind, stellte uns dieses Virus doch aufgrund der vielen damit einhergehenden Unsicherheiten vor große Herausforderungen, wir mussten den Umgang mit der Pandemie sozusagen erst erlernen,“ schildert Claudia Spielmann vom Pflegewohnhaus der Caritas in Göß ihre ersten Berührungspunkte mit SARS-CoV-2. Dank des herausragenden Einsatzes ihrer Mitarbeiter und der Unterstützung durch die Montanuniversität, die Desinfektionsmittel zur Verfügung stellte, sowie der hervorragenden Zusammenarbeit unter den Pflegeheimen konnte die herausfordernde Situation jedoch bestmöglich gemeistert werden. Auch Franz Steinkellner, Seniorchef der Seniorenresidenz Steinkellner in Donawitz und seine Frau Maria, die für die Hausleitung verantwortlich zeichnet, sowie Reinhard Kaiser vom Pflegeheim Kaiser in Seegraben lobten das Verantwortungsbewusstsein und das überdurchschnittliche Engagement ihrer Mitarbeiter in dieser fordernden Zeit. Ihrem verantwortungsvollen Zugang ist es unter anderem zu verdanken, dass bis dato in keinem der Häuser ein Krankheitsfall aufgetreten ist. Mit Sorge verfolgen die Hausleiter die aktuellen Entwicklungen und berichten, aufgrund des großen Enthusiasmus über die Lockerungen, von einem zunehmend leichtsinnigen Umgang der Angehörigen mit dem neuartigen, unsichtbaren Feind. Aus diesem Grund wurden die Häuser auch noch nicht vollständig geöffnet und Besuche sind weiterhin nur in den Gartenanlagen bzw. den Sicherheitsbestimmungen entsprechenden Räumlichkeiten möglich.

Austausch künftig intensivieren

Die Bewohner selbst haben die Situation dank des abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramms des Pflegepersonals sowie der technischen Hilfsmittel, die den Kontakt zu Angehörigen erlaubten, gut überstanden. Die enormen technischen Fortschritte, die in der Zeit des Lock-downs möglich waren, bewerten auch die Heimleiter positiv. Ebenso wie das gute Arbeitsklima, den großen Zusammenhalt und den gegenseitigen Austausch. Dieser soll künftig auch zwischen Gemeinde und Pflegeeinrichtungen intensiviert werden, um das gemeinsame Schutzziel für die Stadt Leoben noch besser leben zu können.

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MSc
Gerhard Lukasiewicz
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