Bürgerbeteiligung im Begegnungszentrum Lerchenfeld

Wöchentliches Programm ab Mitte März 2019 für unterschiedliche Zielgruppen in der ZeiLE.

Leoben, 08.03.2019

Gruppenbild mit städtischen Vertretern im Begegnungszentrum

v.l.: Leobens Jugendkoordinatorin Nicole Dvorschak, Bezirkshauptmann Walter Kreutzwiesner, Isabella Weichselbraun (Stadtlabor Graz), Bürgermeister Kurt Wallner, 1. Vizebürgermeister Maximilan Jäger, Barbara Hammerl (Stadtlabor Graz) und Seniorengemeinderat Reinhold Metelko; Bild: Foto Freisinger

Nachhaltige Stadtentwicklung

Beteiligung von Stakeholdern – allen voran der Zivilgesellschaft – ist heute in größeren Kommunen nicht mehr wegzudenken. Der Grund dafür ist, dass eine nachhaltige Stadtentwicklung nur unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger funktionieren kann.

Die ZeiLE als starker Ort der Vernetzung

Mit dem Begegnungszentrum Lerchenfeld schuf die Stadt Leoben die Chance für eine aktive Bürgerbeteiligung. Ab 18. März 2019 wird nun in den Räumlichkeiten des Begegnungszentrums ein wöchentliches Programm für unterschiedliche Zielgruppen mit zahlreichen Beteiligungsmöglichkeiten umgesetzt. „Wir wollen, dass sich die Menschen in ihrem Wohnumfeld kennen und auch gemeinsame Aktivitäten setzen. Die vielbeschworene ‚gute Nachbarschaft‘ soll nicht nur Lippenbekenntnis sein, sondern gelebter Alltag. Damit das gelingt, bieten wir Raum und Strukturen dafür an. Das Begegnungszentrum Lerchenfeld liegt zentral, soll ein starker Ort der Vernetzung werden und trägt nun den Namen ZeiLE“, beschreibt Bürgermeister Kurt Wallner die Zielsetzung.

Erhebung der Bedürfnisse mit dem StadtLABOR Graz

Zur weiteren Analyse der Bedürfnisse und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort und zur Durchführung von Pilot-Aktivierungs- und Beteiligungsaktivitäten sowie zur Erarbeitung eines Siedlungsbetreuungsmodells wird das Projekt von Barbara Hammerl vom StadtLABOR Graz begleitet. „Eine Gebietsbetreuung ist eine Anlauf-, Informations- und Beteiligungsdrehscheibe für die Bewohner. Hier werden nicht nur Alltagsthemen des Zusammenlebens bearbeitet, sondern gemeinschaftliche Initiativen und Aktivitäten der Bewohner unterstützt und begleitet. Da kann es schon mal passieren, dass sich eine Gruppe von Nachbarn zur wöchentlichen Walkingrunde trifft oder gemeinsam ein Hochbeet gebaut und bepflanzt wird.“

Elternberatung durch die Bezirkshauptmannschaft

„Die Bezirkshauptmannschaft Leoben kann nun auch in Leoben-Lerchenfeld die wesentlichen Leistungen ihres Elternberatungszentrums anbieten: Kinder knüpfen die ersten sozialen Kontakte und Eltern haben die Möglichkeit, sich untereinander kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen – somit ein wertvoller Beitrag für die weitere Entwicklung der Stadt Leoben“, informiert Bezirkshauptmann Dr. Walter Kreutzwiesner.

Lebensqualität weiter erhöhen

In den nächsten Wochen wird in einem ersten Schritt genau hingeschaut und zugehört, welche Themen die Menschen in Lerchenfeld beschäftigen, was sie sich für ihr Wohnumfeld wünschen, aber auch, welche Ideen und Ressourcen selbst beigesteuert werden können, um die Lebensqualität und Wohnzufriedenheit in Lerchenfeld zu erhöhen. Wichtig dabei ist, auf Bestehendem aufzubauen. Die Gebietsbetreuung übernimmt daher auch eine Vernetzungs- und Koordinationsfunktion zwischen Bewohnerschaft, Verwaltung und lokalen Einrichtungen vor Ort.

Der Einsamkeit vorbeugen

„Die Anonymität in einer Stadt kann sehr schnell zu Einsamkeit führen. Um dem vorzubeugen, bieten wir mit der ZeiLE die Möglichkeit, seine Nachbarn besser kennenzulernen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Hier entwickelt sich ein Ort mit unterschiedlichen Angeboten, die jeder in Anspruch nehmen kann, wenn er das möchte“, sagt Vizebürgermeister und Wohnungsreferent Maximilian Jäger.

Einsatz digitaler Tools

Isabella Weichselbraun, Mitarbeiterin im StadtLABOR, ergänzt: „Neben persönlichen Gesprächen werden wir in der Umsetzung der Gebietsbetreuung auch digitale Tools einsetzen, um die Vernetzung und Selbstorganisation der Bewohner bestmöglich zu unterstützen.“

Fotokennung: Foto Freisinger, honorarfrei abzubilden

Ansprechpartner für Medien

MSc
Gerhard Lukasiewicz