DIE WIKINGER
Die Wikinger (Normannen oder Nordmänner) waren keine geschlossene ethnische Gruppe, sondern lebten in verschiedenen Stämmen und Volks-gruppen in Skandinavien. Sie siedelten ursprünglich als Bauern in Küstennähe, waren erfahrene Seefahrer und hatte bereits eine interes-sante Kultur.
Für die Geschichte Europa werden sie erst ab dem 8. Jahrhundert von Bedeutung, als sie durch zahlreiche Raubzüge die Küsten- und Fluss-gebiete und die Inseln Europas zu plündern begannen und schließlich auch einige Gebiete in Europa, wie z.B. die Normandie, besiedelten.
In ihren ausgedehnten Seefahrten erreichten die Wikinger nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sogar Nordafrika und über Island und Grönland die Ostküste Amerikas.
Bis heute noch nicht so großer Bedeutung wurde bis jetzt in Ausstellungen dem Expansionsstreben der Normannen in den Osten beigemessen. Doch kamen sie über Russland bis nach Konstantinopel und über das Kaspische Meer bis nach Bagdad.
Die Ausstellung in Leoben wird sich vor allem diesem Phänomen der Ostexpansion widmen. Ferner soll in der Ausstellung aber auch einen Einblick in die Kunst und das Alltagsleben der Wikinger geben, die vor allem durch eine beeindruckende Ornamentik, Gold und Silberschmuck, Waffen und die hervorragende Schnitzkunst besticht.
Zahlreiche Objekte aus europäischen Museen werden einen einmaligen Eindruck von dieser faszinierenden Kultur vermitteln. Als besonderes Highlight werden Objekte aus der Eremitage in St. Petersburg einen wesentlichen Teil dieser Ausstellung darstellen.
Kunsthalle Leoben, Kirchgasse 6